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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Die Böhsen Onkelz sind wegen ihrer frühen ausländerfeindlichen Aussagen vor ein paar Jahren die Lieblings-Buhmänner etlicher Presseorgane gewesen. Heute ist das Thema durch, und es ist um die Jungs ziemlich still geworden. So still wie auf der offiziellen Web Site Böhse Onkelz und auf der Fan-Seite Für die Blinden und die Tauben, die darüber berichten, dass es über die Onkelz im Moment eigentlich nichts zu berichten gibt.

 
Claudia Jung muss eine durchaus erfolgreiche Schlagersängerin sein. Ihre Tonträger verkaufen sich gut, sie hat die "Goldene Stimmgabel 1996" erhalten, und ihr Manager heisst Jürgen Evers. Dies wissen wir nun nach dem Besuch auf ihrer Die offizielle CLAUDIA JUNG Homepage. Diese Seite könnte auch "Langweiliges und inhaltsarmes Geschwafel über Claudia Jung" heissen, wäre dort nicht ein "Stern"-Artikel über "Das Phantom der Schnulze" zu lesen.

Deutlich mehr Unterhaltungswert als die Seite der "Geruchsfreien" (Stern) bietet übrigens Claudia Jungs Webmaster und bekennender Verehrer auf seiner Seite. ...[Der Autor - THOMAS KROBB] ist ein gelungenes Beispiel für die langatmige Absonderung von Belanglosigkeiten.

Nachtrag vom 02.08.98:
Claudia Jungs Seite ist renoviert worden und nach http://www.claudia-jung.de umgezogen.

 

"Das Publikum kann alles fragen, was man von einem Pornostar wissen will," droht uns Kelly Trump auf ihrer Homepage Pornostar auf Disco-Tour 1997 an. Trotzdem tut uns Kelly irgendwie leid. Was nützt ihr der "Erotik-Oskar 1995 für die weltweit beste weibliche Darstellerin" und der ganze Aufwand, eine Homepage basteln und bei Web.de anmelden zu lassen, wenn der WebHits-Counter auf Null steht und das keinen guten Eindruck macht ?
Apropos Kelly: In der nächsten Ausgabe der Endgültigen Müllseite endlich mehr über die Internet-Präsenz der gleichnamigen irischen Musikantenfamilie. Starke Nerven sind gefragt für die offizielle Kelly-Family-Seite und für die Seiten von Kelly-Freunden bzw. Kelly-Hassern!

 
Eine Sache können wir auf Stiegl's BierPage überhaupt nicht verstehen. Und zwar, wofür eine "Erlebnisbrauerei" gut sein soll.

 
Warum soll man als Schuldirektor und örtlicher CDU-Politiker eigentlich keine eigene Homepage haben, hat sich vermutlich Bruno Wolf gefragt und ist dann ans Werk gegangen. Urteilt man nach der ungesunden Gesichtsfarbe seines Konterfeis auf der Bruno Wolf Homepage ist ihm das offensichtlich nicht gut bekommen.

 
Eigentlich hatten wir ja geglaubt, uns könnte nichts mehr erschüttern. Bis wir auf [Olli's Dental-Labor] gestossen sind.
"Ab und zu, versuchen wir uns an alltäglichem, genauso wie an anspruchsvollem Zahnersatz zu befriedigen," outen sich Olli und Co. Also echt, Leute: das ist ja wirklich abgefahren!

 
Eine weitere Schamgrenze ist gefallen: seit dem 11.03.97 dürfen Anwälte in Deutschland für sich werben. Man muss nun kein Prophet sein, um zu erahnen, welche Lawine dem Internet damit bevorsteht.
Auch aus qualitativer Sicht besteht Anlass zu den schlimmsten Befürchtungen. Erste Kostproben gefällig ?

Wer sich als Jurist mit Lizenzen beschäftigt, sollte eigentlich wissen, dass sich dieses Wort im Deutschen mit zwei Z schreibt. Nicht so die Patentanwaltskanzlei Haussingen.

Nachtrag vom 05.11.97:
Rechtsanwaltlichem Sachverstand bleiben die Erkenntnisse der neueren Orthographieforschung erfahrungsgemäss nicht lange verborgen: An der Schreibweise des Wortes "Lizenzen" gibt es deshalb jetzt nichts mehr auszusetzen. Was man allerdings vom Rest der Seite nicht behaupten kann.

"Allein durch die Kontaktaufnahme über das Net kommt kein Mandatsverhältnis zustande, und wir übernehmen keine Haftung," belehrt die Rechtsanwalts- und Notariatskanzlei Wolfgang Seibold, Bremen rechtsunkundige Besucher ihrer Seite. Gut zu wissen. Darauf wären wir selbst nicht gekommen. Übrigens: Wer mit kriminell unscharfen Fotos wirbt, muss sich über den ausbleibenden Erfolg nicht beschweren.

Mag ja sein, dass die Satzungetüme der Rechtsanwälte Benkelberg & von Stein-Lausnitz bereits Mandanten, Staatsanwälte und Richter beeindruckt haben. Zur Lesefreundlichkeit eines Textes tragen sie allerdings nicht bei.

 

 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Es gibt doch tatsächlich Leute, die Felix Somm, den Geschäftsführer von CompuServe, für einen Blödmann und ausgemachten Angeber halten. Und zwar wegen seiner Homepage Felix's Virtual Home.
In boshafter Absicht meinen diese Querulanten, dass ein eigenes Segelboot (mein Haus, mein Auto, mein Boot) längst kein vorzeigbares Statussymbol mehr sei und die Art und Weise, wie das Teil im Internet augestellt wird, an die Mentalität eines Mantafahrers erinnere. Eine Hochzeitsreise nach Hawaii halten sie für den Beweis geringen Einfallsreichtums und den beiläufigen Hinweis auf dieses Reiseziel für das Herumgeprotze eines unkultivierten Emporkömmlings. Sie beschweren sich über die Vielzahl der Rechtschreibfehler und machen sich darüber lustig, dass Nasi Goreng als kulinarische Besonderheit empfohlen wird. Der Sozialneid dieser Krakeeler geht so weit, schliesslich auch noch frech zu behaupten, diese Web Site werfe kein gutes Licht auf die geistigen Kapazitäten deutscher Manager.

Felix Somm, wir beschwören Sie:
Lassen Sie sich keine persönlichen Beleidigungen gefallen !
Ersticken Sie bereits im Ansatz alle Versuche, eine deutsche Führungskraft als Dumpfbacke und Lachnummer zu diffamieren !

Nachtrag vom 10.07.97:
Felix Somm hat CompuServe verlassen und seine Homepage aufgegeben.

 

Hut ab vor Familie Traunecker im Internet! Über der Claudia und dem Peter sind, wenn man ihnen glauben darf, schon so viele Awards abgeworfen worden, dass sie teilweise schon nicht mehr wissen, von wem.
Wenn sie uns in der Titelleiste mit einem fröhlichen "See and Smile" begrüssen, lässt das bereits ahnen, dass es gleich jede Menge zu sehen gibt. Und tatsächlich: Auf der Hauptseite blinkt und funkelt es schon, dass es eine wahre Pracht ist. Da die Menschen erfahren sollen, in welchen Web-Vereinen die Trauneckers überall Mitglied sind, muss man leider eine Weile warten, bis alle Grafikdateien übertragen sind. Das macht aber nichts, denn die Claudia und der Peter entschädigen den Besucher und die Besucherin dann mit nützlichen Informationen zu beeindruckend vielen Themen. Man erfährt zum Beispiel "Alles zum Kino", "Alles zum Fernsehprogramm" und "Alles über Fussball". Ausserdem kommen "Die Bundesministerien", "Tolle Auto´s" und selbst "Wertpapiere & Aktien" nicht zu kurz. Schliesslich überrascht uns Familie Traunecker noch mit Web-Adressen, bei denen man über ausgewählte Schauspieler (warum eigentlich nicht alles über alle) etwas erfahren kann, und liefert "Girl´s Girl´s Girl´s" frei Haus.

Für jeden also etwas dabei bei den Trauneckers. Dass sich die Informationen für alle Interessen und Lebenslagen dann hauptsächlich als Links zu Autoherstellern, Programmzeitschriften etc. herausstellen, werden allenfalls Ahnungslose bemängeln, die sich mit den Gebräuchen im Internet noch nicht auskennen.

 

 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 14.03.97. Last Update: 02.08.98