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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Viele Menschen stehen dem organisierten Karnevalstreiben ja auch deshalb ablehnend gegenüber, weil sie den Eindruck haben, dass die dafür zuständigen Personenkörperschaften auf beängstigende Weise die deutsche Vereinsmeierei verkörpern und dort mit aller Gewalt ein Humorverständnis am Leben erhalten wird, das schon seit geraumer Zeit nicht mehr state of the art ist. Eine Betrachtungsweise, die wir angesichts der Selbstdarstellung des "unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts 'Steuerbegünstigte Zwecke' der Abgabenordnung" verfolgenden Festausschusses Leverkusener Karneval irgendwie nachvollziehen können.

 
Aus ökonomischer Sicht ist das Internet unbestreitbar eine sehr sinnvolle Erfindung. Und zwar in erster Linie deshalb, weil sein Nutzen für Werbe- und Verkaufszwecke weitgehend unkritisch als hoch bewertet wird und diese Einschätzung Unternehmen der Webservice-Branche natürlich sehr entgegen kommt. Soweit zur Theorie. In der Praxis sieht es dann bekanntlich leider oft so aus, dass Firmen wie 1a-website.de ihre Webpräsenz-Dienstleistungen auf irgendwie zusammengeknüppelten Seiten vorstellen, dabei offenbar viel Wert auf sinnfreie Effekte und Allgemeine Geschäftsbedingungen gelegt wird, und das Ganze mit irgendwelchen Latrinenparolen über die Bedeutung des Internet garniert wird.

Nachtrag vom 16.02.01:
Logischerweise kann soziales Engagement die Optik eines Webauftritts nicht verbessern. Andererseits legen wir aber auch Wert auf die Festellung, dass auf o.g. Seite kein entsprechender Hintergrund erkennbar war.

 
Wie viele durch bestimmte gemeinsame Interessen abgrenzbare Gruppen lassen sich eigentlich in einer Gesellschaft ausmachen ? Wahrscheinlich wird sich das nie klären lassen. Was sicher auch damit zusammenhängt, dass immer wieder Interessengruppen wie #gaymeinsamkiffen - Der schwule Kiffer-Channel im IRC hinzukommen und man mit dem Zählen einfach nicht mehr nachkommt. Mit dem Wundern in diesem speziellen Fall allerdings auch nicht.

 
Bekanntlich hat die Jugend jede Menge Vorrechte. Dazu zählt natürlich auch, Konsequenzen des eigenen Handels nicht immer bis ins letzte Detail überblicken zu können. Dahingestellt sein lassen wollen wir allerdings mal, ob dazu auch die Freiheit gehören muss, eine Sorgenpage zu betreiben und "alle Leute mit Sorgen egal in welchem Alter" dazu einzuladen, sich dort öffentlich zu äussern. Zumal dann, wenn kein zwingendes Indiz dafür zu entdecken ist, dass man sich betreiberseitig der persönlichen Verantwortung bewusst ist, die im Zusammenhang mit derartigen Angeboten erwartet werden darf. Und sei es auch nur, um irgendeine positive Resonanz verzeichnen zu können.

 
Bekanntlich gelten Anwälte in den USA als die zweitniedrigste Lebensform auf Kohlenstoffbasis. Eine Sichtweise, der wir uns für die deutschen Verhältnisse natürlich nie anschliessen würden. Zum einen, weil derartige Geschöpfe es im Gegensatz zu Bert Handschumacher vermutlich nie schaffen würden, sich eigenhändig im Netz zu präsentieren. Ausserdem allerdings auch deshalb, weil wir nach dem Besuch auf seiner Seite intensiv darüber nachdenken, welche pauschalen Rückschlüsse sie auf die hiesige Juristenlandschaft erlaubt und ob deutsche Anwälte möglicherweise die zweitlangweiligste Gattung in der Evolutionsgeschichte sein könnten.

 
Manche Seiten können einem ja echte Rätsel aufgeben. Was verbindet die jungen Menschen, die auf kleines.de abgebildet sind ? Warum sind sie zu einer weiteren stinklangweiligen Party eingeladen worden ? Hat sich im weiteren Verlauf des Abends wenigstens irgendein Vorfall ereignet, der subjektiv als wüste Ausschreitung erlebt worden ist ? Wie viele der im Bild dargestellten Personen studieren Betriebswirtschaftslehre ? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Jan-Niclaus Mewes aus Hamburg, dem die Domain gehört? Fragen über Fragen. Und zugleich Fragen, auf die wir hoffentlich nie Antworten bekommen.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Sich aussschließlich von Luft und Liebe zu ernähren, funktioniert bekanntlich nur im Sprichwort. Auch nur begrenzt alltagstauglich sind erfahrungsgemäß alle anderen Versuche, ganz ohne Nahrungsaufnahme auszukommen. Jedenfalls dann, wenn der Eintritt des Hungertodes als empfindlicher Rückschlag auf diesem Weg interpretiert wird. Aber vielleicht ist ja was dran am Selbstversuch, über den Rico Kolodzey auf Mein Lichtnahrungsprozeß berichtet. Wenn "vergeistige Pranaernährung" einer "wissenschaftlich unerforschten (und nicht erforschbaren?) Energieform" herkömmliche Lebensmittel ersetzen kann, und die Umstellung der Essgewohnheiten auch noch einher geht mit dem Abwerfen von "Denkballast", kann dies für den Probanden im Prinzip ja durchaus vorteilhaft sein. Und es kommt noch hinzu, dass man auf "Du-darfst"-Produkte sowie obskure Diätexperimente völlig verzichten und jede Menge Geld sparen kann. Wobei wir bis zum Beweis des Gegenteils vorsorglich allerdings doch erst einmal davon ausgehen, das diese Methode keine wirkliche Alternative zu traditionellen Hungerstreiks ist. Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil Ricos Lichtnahrungstagebuch frei verwendbar und dessen Verbreitung von ihm ausdrücklich erwünscht ist.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 05.02.01. Last Update: 16.02.01