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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Zuerst haben wir es nicht glauben wollen und eher an das Ergebnis einer besonders perfiden Hacker-Attacke gedacht. Aber es scheint wahr zu sein: Verantwortlich für die Musterseiten für Ihren Auftritt im Internet und damit für dilettantisch verarbeitete Grafiken, vergessene Umlaute-Codierung und so ziemlich alle anderen Webdesign-Anfängerfehler ist tatsächlich die Deutsche Telekom AG.

 
Obwohl wir mit den österreichischen Einkaufsgewohnheiten nicht besonders vertraut sind, erlauben wir uns im Zusammenhang mit selbigen doch zwei Mutmassungen. Zum einen, dass auch in der Alpenrepublik der Online-Handel noch ein gutes Stück davon entfernt sein dürfte , herkömmlichen Verkaufsformen ernsthaft Konkurrenz zu machen. Und ausserdem, dass Shopping.at, Shopping Österreich kein Indiz dafür liefert, dass sich an diesem Zustand sehr bald etwas ändern wird.

 
Wie es im Zusammenhang mit der Webseiten-Erstellung möglich sein soll, "ohne Programmierkenntnisse in nur zwei Tagen richtig schöne Ergebnisse zu erzielen", ist uns, offen gestanden, einigermassen schleierhaft. Was aber vermutlich damit zusammenhängt, selbst noch an keinem Kurs teilgenommen zu haben, der von Firma VaMax Census durchgeführt wird. Wenn man sich dort nämlich auch noch zutraut, blutige Anfänger in nur drei Stunden "so richtig" mit dem Internet vertraut zu machen, muss es einfach irgendeine sensationelle Lehrmethode geben, mit der sich in derart kurzer Zeit die versprochenen Wirkungen erzielen lassen.

 
Was kommerzielle Webauftritte eigentlich bringen sollen, haben wir uns in letzter Zeit ja immer häufiger gefragt. Bis wir dann bei Webtec-Online endlich die überzeugenden Antworten bekommen haben: "Millionen potentieller Kunden" können rund um die Uhr weltweit erreicht werden, "Inhalte sind schnell und leicht zu aktualisieren", und eine Webseite ist "viel umweltfreundlicher als ein gedruckter Prospekt". Und deshalb ist es diesem Serviceanbieter doch tatsächlich bereits gelungen, fünf Kunden zu gewinnen, deren Webauftritte derzeit immerhin aus entsprechenden Ankündigungen bestehen.

 
Ob es sich objektiv tatsächlich so verhält, dass der Spruch "Das allerschönste was Füße tun können, ist TANZEN " im Big Eden erfunden worden ist, können wir mangels profunder Detailkenntnisse der Vergnügungsgeschichte leider nicht verifizieren. Uneingeschränkt zustimmen würden wir allerdings der Einschätzung, dass das Beste, was Augen vor dem Besuch der Internetpräsentation dieser bekannten Berliner Diskothek tun können, darin besteht, sich darauf gefasst zu machen, blitzartig auf erfreulicher anzuschauende Objekte gerichtet zu werden.

 
Erfolge von Fussballvereinen werden ja vermutlich auch in Zukunft nicht davon abhängig sein, wie sich einzelne Fans dieser Clubs im Internet darstellen. Gut zu wissen ist das insbesondere deshalb, weil uns die Bundesliga-Kicker von der Weser irgendwie sympathisch sind, und ihnen daher aufgrund des Zustands, in dem sich die Werder Bremen Fan-Page präsentiert, nicht die Gefahr des Abstiegs in die Kreisklasse drohen kann.

 
Es liegt in der Natur der Sache, dass Unterhaltungsschaffende der Plattenlegerbranche im Internet nur sehr unzureichend die Stimmung rüberbringen können, die sie an ihren eigentlichen Wirkungsstätten verbreiten. Unser grösster Respekt gilt deshalb DJ Orgasmo, dem es bereits mit zwei Randbemerkungen gelungen ist, uns hinreichend darüber zu informieren, wie man sich seine Wortbeiträge zu einer von ihm gestalteten Tanzveranstaltung vermutlich vorzustellen hat. Und zwar durch seine unwerfend komischen Geständnisse, unter dem Sternzeichen Bulle geboren zu sein und als Lieblingsgruppe "kleiner Gruppensex" zu bevorzugen.

 
Nachdem die Wirkung des ersten Eindrucks glücklicherweise wieder ein wenig nachgelassen hatte, haben wir es uns auch im Zusammenhang mit Kainze´s Homepage... Alles über Opel und noch mehr... nicht verkneifen können, noch einen Blick in den Quelltext zu werfen. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich daraufhin bestätigt: Verweise auf Dateien, die sich auf der lokalen Festplatte befinden, irgendwelche exotischen Schriftarten, Links ins Leere und und und ... Kurzum: Angesichts des irgendwie mit Hilfe von Frontpage zustandegekommenen Ergebnisses bleibt nur noch die Hoffnung, Kainze möge bitte bedeutend besser ein Kraftfahrzeug steuern als eine Webseite erstellen können. Sonst droht nämlich auf den Strassen im Landkreis Altötting rund um die Uhr Gefahr für Leib und Leben.

Nachtrag vom 03.04.00:
Da sich derzeit unter o.g. URL nur Relikte finden lassen, sind wir natürlich froh, dass sich Kainzes Seite hier in ihrer vollen Pracht präsentiert.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Weshalb Dr. med. J. Pierre Schmidt unter dem griffigen Namen Promille-Schmidt.de auftritt, ist gut nachvollziehbar. Schliesslich weist er explizit darauf hin, im Auftrag der Polizei nicht nur Leichenschauen, sondern auch "Blutentnahmen zur Feststellung des Blutalkoholgehaltes und Gewahrsamsfähigkeitsuntersuchungen" vorzunehmen. Was aber nichts daran ändert, dass sich uns andere Dinge im Zusammenhang mit seiner Webpräsenz leider noch nicht ganz erschlossen haben. Zum Beispiel, weshalb heilkundliche Kompetenz durch eine Flut überdosierter Grafiken unter Beweis gestellt werden soll, für welche Zwecke er einen "Elektroschocker mit frischem TÜV" in seiner Praxis bereithält, und ob für den Zustand der Internetseite des Herrn Doktors möglicherweise ein zu hoher Promillewert verantwortlich zu machen ist.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 05.03.00. Last Update: 03.04.00