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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Trotz des teilweise wirren Vortrags erschliesst sich unschwer der Zweck der Home Page eines anonymen Zeitgenossen. Es geht ihm darum, "nur Mädchen und Frauen von 14-35 Jahren" zu finden, die gewillt sind, ihm seine detailreich geschilderten sexuellen Wünsche zu erfüllen. Auf die Beschreibung der Einzelheiten soll hier verzichtet werden. Nicht aber auf die Vermutung, dass wir Ekelgefühle, den Ruf nach dem Staatsanwalt und wütende eMails an den Provider Shop.de für die wahrscheinlichsten Reaktionen auf den Besuch dieser Seite halten.

Nachtrag vom 05.11.97:
Diese Seite ist mittlerweile vom Server verschwunden.

 
Wir sind nicht schlecht überrascht gewesen, als sich beim Laden von Mike's First Page das Mailsendefenster geöffnet hat und die Aufforderung "Du kannst jetzt schon 'mal anfangen, mir ein Mail zu schreiben! DANKE!!" als Subject erschienen ist. Erst haben wir geglaubt, versehentlich irgendwo draufgeklickt zu haben. Dann haben wir uns aber davon überzeugen können, dass Mikes Programmcode dafür verantwortlich ist. Also wirklich, Mike: Macht man sowas mit seinen Gästen? Mikes Eltern betreiben einen Gasthof, und da müsste Mike doch eigentlich wissen, dass die verehrte Kundschaft zuvorkommend zu behandeln ist.
Von Mike ist es nicht weit zum Gasthof Neumann und von dort zur Familie Schenk, die jetzt auch einen Award vergibt. Mike, sein Bruder Chris und der Gasthof Neumann gehören mit ihren Seiten auch schon zu den Gewinnern. Mehr darüber wahrscheinlich in der nächsten Nummer der Endgültigen Müllseite.

 
Martin Schubert scheint ein junger Mann mit einigen durchaus alterstypischen Gewohnheiten zu sein. So interessiert er sich zum Beispiel für aktuelle Popmusik, schaut vorzugsweise MTV und betreibt eine Webseite. Was Table of Contents (Startseite) von den meisten Webseiten anderer Heranwachsender unterscheidet, ist der souveräne Umgang mit der englischen Sprache. Aber leider auch Martin Schuberts Drang, der Welt (oder wem auch immer) die Meinungen eines Achtzehnjährigen zu politischen und sozialen Gegenwartsfragen in einem "Political Manifesto" mitzuteilen sowie seine - mehr oder weniger deutlichen - Plädoyers für die Todesstrafe und den freien Waffenverkauf.

 
Man mag es für ungerecht und unsachlich halten: Aber wir mögen einfach keine Haustiere im Internet. In diesem Vorurteil werden wir leider immer wieder neu bestätigt. Zum Beispiel von den missratenen Fotos von Joy und Bodo ("Man muss dabei sagen, dass es zwei verschiedene Hunde sind") und dem dürftigen Rest von Christian's Homepage.

Nachtrag vom 22.07.97 :
Alle Hunde sind von dieser Seite verschwunden. Geblieben ist der dürftige Rest.

 
Viele Gründe sprechen für die Existenz ausserirdischer Zivilisationen. Nach dem Besuch der UFO Seiten !!! sind wir uns allerdings nicht mehr so sicher, ob es intelligentes Leben auch überall auf der Erde gibt. Wenn dort im Zusammenhang mit Ufo-Phänomenen nämlich überhaupt etwas bewiesen wird, dann die Tatsache, dass man mit Dokumenten über angebliche Ufo-Beweise rein gar nichts beweisen kann, wenn die Seiten, die diese Dokumente enthalten sollen, augenblicklich nicht verfügbar sind. Einem seriösen Gesamteindruck sind ausserdem unscharfe Grafiken, Startrek-Fanartikel und ein angeblich "immer auf dem neusten Stand" befindliches "Science Fiction TV Programm" vom Januar 97 nicht sehr dienlich.

 
Ein Virtueller Tierfriedhof kann ja eine feine Sache sein, wenn er mit Humor betrieben wird. Unvorsichtigerweise haben wir diese Absicht ursprünglich unterstellt und ihn deshalb mit einem wohlwollenden Link unterstützt. Dann aber irgendwann die Ernüchterung: Florian Lange meint es mit dieser Stätte der Trauer wirklich todernst. Herausgekommen ist ein sterbenslangweiliges Trauerspiel, das zu allem Überfluss noch mit pietätlos langen Ladezeiten für die virtuellen Grabsteine der verblichenen Lieblinge quält.

 
Öffentliche Eingeständnisse eigener Unzulänglichkeiten können durchaus Sympathiegewinn zur Folge haben, wenn sie augenzwinkernd vorgetragen werden. Bei Peter der Hahn ist diese Selbstironie erfreulicherweise vorhanden. Sie bewahrt diese Seite aber leider nicht davor, hier erwähnt zu werden. Zum Einen weil die eingestandenen Rechtschreibschwierigkeiten und Defizite in der Webseiten-Programmierung doch zu eklatant und störend sind. Dann noch wegen des irrwitzigen Einsatzes dämlicher Zappel-Gifs. Und schliesslich aufgrund des sehr begrenzten Unterhaltungswerts der hier veröffentlichten Leserbriefe, die "mit der Hoffnung etwas bewegen zu können" geschrieben worden sind.

 
Aussagekräftige Domain-Namen haben sich immer wieder für gutes Geld verkaufen lassen. Dass diese Intention die Frankfurter "Internet-Agentur" veranlasst hat, sich die Domain http://www.internet-agentur.com/ zuteilen zu lassen, können und wollen wir aus Mangel an Beweisen selbstverständlich nicht behaupten. Einen dubiosen Eindruck macht es aber schon auf uns, wenn auf der gleichnamigen Seite seit 1996 unverändert die Aufnahme des Geschäftsbetriebs für Dezember angekündigt wird, und eMail-Anfragen zum Dienstleistungsangebot bis dato unbeantwortet sind.

 
"Wer aber wirklich mal die leibhaftige Übelkeit im Netz finden möchte, muss nun nicht mehr weitersuchen... Du hast das Übel auf dem Schirm!" behauptet vollmundig die Band Brechreiz. Dieser Behauptung können wir partout nicht zustimmen. Die Brechreiz Homepage strapaziert die gute Laune der User zwar mit grossen Grafiken und einem Informationsangebot, das noch "nachgereicht" werden soll. Richtig kotzübel wird es dort vermutlich aber niemandem. Da gibt es ganz andere Seiten, die diese Wirkung erreichen - und zwar unbeabsichtigt.

 
Wir können nicht beurteilen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist, die das KDH-Team auf Patrick Naumann's Web-Site gegen Patrick Naumann erhebt. "Die deutsche Antwort auf Howard Carpendale" soll, so die Anschuldigungen, für die Bemühungen, ihn im Internet zu präsentieren, immer noch keinen Pfennig an KDH gezahlt haben. Und so ist diese Seite bereits seit einigen Monaten mehr ein Ort öffentlicher Zahlungserinnerungen als ein Promotion-Instrument. So schnell wird eben auch ein Schlagersänger die Geister nicht los, die er womöglich gerufen hat.
Patrick Naumann, hier unser kostenloses (!) Angebot an Sie: Melden Sie sich bei uns, falls die Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind! Gemeinsam werden wir's denen dann zeigen.

Nachtrag vom 05.11.97:
Ob sich Patrick Naumann und das KDH-Team inzwischen gütlich geeinigt haben, wissen wir leider nicht. Die Tatsache, dass es den Patrick-Naumann-Internetpranger nicht mehr gibt, lässt aber zumindest diese Hoffnung zu.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Wie oft haben wir uns schon über hirnlose Texte, überflüssige Inhalte, erbärmlich mieses Design und lange Ladezeiten für dümmliche Bildchen geärgert! Da ist es regelrecht eine Wohltat für Körper und Geist, die Seite AK entdeckt zu haben. Weder Worte noch Bilder stören dort die ruhige Ausstrahlung des hübschen Hintergrunddesigns. Ihr Besuch ist insbesondere allen zu empfehlen, die sich am Ende eines arbeitsreichen Tags noch ein paar Minuten der Kontemplation gönnen wollen.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 22.05.97. Last Update: 05.11.97