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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

"I want to show you the truth about my life....even if you´re not intrested," droht Gernot Premper gleich zu Beginn seiner farbenfroh gestalteten Seite GP`s private home in schonungsloser Offenheit. Dinge aufgedrängt zu bekommen, die keine Sau interessieren - das ruft zum Beispiel schlimme Erinnerungen an Dia-Abende hervor. Und richtig: Gernot war mit seiner Freundin in Kalifornien, hat dort auch ein bisschen herumgeknipst und hält die Ergebnisse für vorzeigenswert.

Nachtrag vom 08.01.98:
Ob Gernot seine Seite mittlerweile nicht mehr für vorzeigenswert hält, lässt sich aus der Distanz schwer beurteilen. Jedenfalls gibt es sie nicht mehr.

 
Fortschrittsbericht zu A Homepage from Dipl.-Kfm. Dieter Brencher :
Ende Mai 97: Ein Layoutgerüst, Seiten in Deutsch/Englisch/Italienisch, bis zu 9 Frames, die berüchtigte Blut-Bar, diverse andere Zappel-Gifs, kaum Text, die obligatorischen Autoren-Angaben und Under-Contruction-Hinweise, wohin das Auge blickt.
Anfang Juni 97: Neu sind u.a. ein Brencher-Schnappschuss aus New York, Urlaubsdias aus Bali, Neuigkeiten-Hinweise. "Ehefrau 1.0: Killerapplikation für PC-orientierte Junggesellen" steht leider nicht zur Verfügung, weil der Quellcode fehlerhaft ist.

 
"Bewegte Bilder sind faszinierend,besonders,wenn man nicht mit ihnen rechnet." Sowohl über den Wahrheits- als auch den Logikgehalt dieser auf der XCess Power X Page zu findenden Behauptung denken wir heute immer noch nach. Für ein anderes Phänomen auf dieser Seite gibt es allerdings schon eine Erklärung: Die mit wildem Java-Budenzauber verbundene Ankündigung, gleich werde userseitig die Festplatte formatiert, ist als Drohgebärde zu verstehen, die für männliche Jugendliche durchaus alterstypisch ist.

 
Seit der Entdeckung der Seiten der [Familie Glahe] steht ein Gegenstand im Mittelpunkt unserer Redaktionsrunden: nämlich der Zeltling. In der Diskussion können die Fronten unversöhnlicher nicht sein: Eine Fraktion vertritt standhaft die Position, diese "Kreuzung aus Sonnenschirm und herkömmlichem Zelt" würde in keinem Fall länger als einen Sommer halten, und folglich könne man guten Gewissens zum preisgünstigsten Angebot greifen; die Anderen hingegen sind überzeugt, dass die Anschaffung eines teureren Qualitätsprodukt vorzuziehen sei, weil man an ihm über mehrere Jahre Freude haben könne. Fast ist darüber die anfängliche Verwunderung in Vergessenheit geraten, den Zeltling zum zentralen Thema einer Familienseite zu machen, die im Übrigen durch die besondere Einfachheit der Sprache auffällt.

 
Tante Gerlinde aus "Dresd" (Dresden ?) wird doch hoffentlich nichts zugestossen sein! Hat sie keine Zeit mehr gefunden, den einzigen Satz auf ihrer Seite Herzlich Willkomen im lebendigsten Househ@lt des WWW zu Ende zu bringen und die Grafik zum Server zu befördern ? Ist dieser Haushalt womöglich gar nicht mehr so lebendig ? Wir machen uns ernste Sorgen um Tante Gerlinde und bitten um sachdienliche Hinweise.

Nachtrag vom 08.01.98:
Hinweise sind nun insbesondere deshalb dringend erwünscht, weil irgendjemand (Tante Gerlinde ?) diese Seite hat verschwinden lassen.

 
Nach der Kriminalstatistik ist die unberechtigte Aneignung von Internet-Awards kein besonders verbreitetes Vergehen, gegen das man sich ständig schützen müsste. Borsti scheint da allerdings anderer Meinung zu sein. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass der von borsti´s HP vergebene Oink-Award dort nur als "Muster" abgebildet ist, und dieser im Vergabe-Ernstfall "mit den jeweiligen Farben eingraviert" ausgeliefert wird ? Im konkreten Fall können wir diese Vorsichtsmassnahme insbesondere deshalb nicht verstehen, weil der Oink-Award mit Sicherheit nicht zu den begehrtesten Auszeichnungen gehört.

 
Wer jemanden, der dafür bekannt ist, zu allem und jedem seinen Senf abzugeben, davon abhalten will, zu allem und jedem seinen Senf abzugeben, ist gut beraten, um die betreffende Person einen grossen Bogen zu machen. Im Falle von Chrissys WWW Wonderworld hat glücklicherweise erst einer diese Lektion nicht beherzigt.

 
Familientreffen bergen oft das immanente Risiko eines unerfreulichen Verlaufs. Jeder kennt aus eigenem Erleben die Dramaturgie: Nachdem Kaffee und Kuchen verzehrt sind, naht die Phase persönlicher Anwürfe. Und dann kann es schon sehr bald ziemlich ungemütlich zugehen. Der bundesweit verstreuten Dzulko/Riedel-Sippe kann so etwas nicht passieren. Ihre mit zahlreichen Seiten im Internet vertretenen Mitglieder minimieren nämlich das Verletzungsrisiko ihres virtuellen Familientreffens durch weitestgehende Schweigsamkeit. Aussenstehende können die Dzulkos und Riedels zum Beispiel über die Seite von Matthias Riedel besuchen.

 
Viele Internet-Seiten werfen ja bekanntlich in erster Linie die Frage auf, was mit ihnen eigentlich bezweckt werden soll. Oft genug reichen dann gewisse Ahnungen bereits aus, dieses dann lieber nicht genau wissen zu wollen. So geht es uns zum Beispiel auch mit Birger Horn`s Homepage. Das auffälligste Merkmal ist hier ein 1018 KB mächtiges Bild, das allen, die sehr viel Zeit mitbringen, angeblich Birger Horn und seine Freundin beim Baden vorführt.

 
Wie bereits in der Nummer 4/97 der Endgültigen Müllseite mit Beispielen näher erläutert, sagt ein Award in vielen Fällen nichts über die Qualität der Seite aus, die einen solchen erhält. Als weiteres Exemplar dieser Award-Gattung sei hier nur der "Traun Gold Award für eine traumhafte Homepage" der Familie Schenk genannt.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Der Bourbaki hat ein ehrgeiziges Ziel fest im Visier: Es geht im darum, das heute noch bestehende Gebäude der Theoretischen Physik platt zu machen und an seine Stelle ein neues physikalisches Weltbild treten zu lassen. Nachdem der Bourbaki zu diesem Zwecke bereits in der Vergangenheit alle Register gezogen hat, sind nun zeitgemässe Mittel gefragt. Und seitdem ist Der Bourbakische Internetkrieg erklärt.

Weil wir seinerzeit im Physikunterricht allesamt immer mit wichtigeren Dingen beschäftigt waren, ist es uns heute leider nicht möglich, in dieser Auseinandersetzung inhaltlich Stellung zu beziehen.
Drei Dinge vermögen wir aber trotzdem zu erkennen:
1. Trotz der Verbissenheit, mit der der Bourbaki seinen Kampf führt, besitzt der Bourbaki offenkundig auch Humor.
2. Wie der Fall des Bourbaki einmal mehr beweist, sind es oft Schicksalschläge im privaten Bereich, die irgendwann zu kriegerischen Handlungen führen.
3. Die Siegeszuversicht des Bourbaki können wir derzeit nicht teilen.

 

 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 12.06.97. Last Update: 08.01.98