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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Bei allen Führerschein-Besitzern, die gern sportlich unterwegs sind, gehört ja ein sattes Motorengeräusch zu den wichtigsten Leistungsmerkmalen des von ihnen gewählten Kraftfahrzeugs. Eine Priorität, die möglicherweise auch von Markus Keup gesetzt wird. Jedenfalls legt der Hintergrundsound seines Webauftritts dies in gewisser Weise nahe. Falls dieser nun noch weitere Rückschlüsse erlaubt, müssen allerdings erhebliche Zweifel angemeldet werden, ob Markus die richtige Autowahl getroffen hat: Erst mehrere Minuten nach dem Herumdrehen des Zündschlüssels loszufahren zu können, ist nämlich so sportlich auch wieder nicht.

 
Für die Persönlichkeitsentwicklung Heranwachsender ist es bekanntlich wichtig, dass diese selbst ihre Möglichkeiten ausloten und die Grenzen ihrer Fähigkeiten erkennen lernen. Deshalb wollen wir uns auch gegenüber den Verantwortlichen der Crime Killer Seite auf den Hinweis beschränken, dass sich beim Betrieb einer Teenie-Hackerseite unangenehme Konsequenzen möglicherweise nicht allein durch die Warnung "Aber wen du erwischt wirst, geht es nicht auf meine Kappe" ausschliessen lassen.

Nachtrag vom 03.10.99:
Wie sich die weiteren Stationen eines Erwachsenwerdens im Internet darstellen, kann möglicherweise in nächster Zeit hier verfolgt werden.

 
Oft sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Gut möglich, dass sich beim Erstellen seiner Seite auch Sheridan von dieser Erkenntnis hat leiten lassen. Unabhängig davon, ob dies nun zutrifft oder nicht, kommen wir allerdings nicht darum herum, auf einen bedenklichen Aspekt hinzuweisen. Und zwar darauf, dass auch hier, wenn vielleicht auch ungewollt, mal wieder die gesamte Vokuhila-Population in Misskredit gebracht wird.

 
Wahrscheinlich können sich die meisten Internet-Aktivisten noch gut daran erinnern, wie es war, als sie damals zum ersten Mal eigenhändig eine Seite erstellt haben. Deshalb kann Sabine Bouffier vermutlich sogar mit einem gewissen Verständnis für ihren "Kampf mit der Homepage" rechnen. Andererseits aber mal ein dezenter Tipp, Sabine: Was im Internet tatsächlich gefragt ist, sind weder solche Schilderungen noch irgendwelche Zappelbildchen.

 
Laut eigener Darstellung steht bei Druckerei Beil "ein Team motivierter Fachleute mit fundiertem Know-How und langjähriger Erfahrung" zu Diensten bereit. Doch nicht nur das. Eine weitere besondere Stärke dieser Firma besteht nämlich in "konseuentem Qualitätsmanagement". Sollten diese Behauptungen tatsächlich zutreffen, stellt sich für uns allerdings die Frage, weshalb die Webpräsenz dieser Firma jeweils exakt das Gegenteil vermuten lässt.

 
Personenkraftwagen der Edelmarke 'Jaguar' erfreuen sich ja nicht nur wegen des legendären E-Typs in der automobil interessierten Welt eines hohen Ansehens. Hervorragende Verarbeitung und ansprechendes Design sind weitere positive Imagefaktoren. An denen sich übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst durch den Webauftritt des Darmstädter Jaguar-Händlers Bryjak nichts ändern wird.

 
Man könnte es sich leicht machen und die von der Werbeagentur HEYNE, LIPPERT & TEAM gestellte Frage "Mögen Sie Orange ?" einfach mit einem Mausklick auf den Back-Button des Browsers beantworten. Eine Reaktion, die in erster Linie damit zu erklären wäre, dass man schon allein diese Frage noch weniger mag als irgendeine bestimmte Farbe. Zugleich aber auch eine Antwort, die diesem Agenturauftritt nicht wirklich gerecht würde. Dort erhofft man sich schliesslich Aufmerksamkeit für ebenso nassforsches wie beliebiges Werbergeschwätz, für amputierte Browserfenster und Weiterleitungsfallen sowie für den fehlenden Hinweis auf die Notwendigkeit, Javascript eingeschaltet zu haben.

 
Dass man sich beim Nürnberger Institut für Unternehmensforschung dafür entschieden hat, auch im Internet konsequent mit Powerpoint-Folien zu arbeiten, hat sicher einen triftigen Grund. Möglicherweise hat bislang einfach die Zeit gefehlt, die vorhandenen Charts in eine webgerechte Form zu übertragen. Das kommt aber bestimmt noch. Und bis dahin kann man sich ja schliesslich auch irgendwie über die von o.g. Institut angepriesenen Klinik Informations Systeme informieren.

 
Noch nie hat eine TV-Serie das Publikum derart in erbittert verfeindete Fraktionen gespalten, wie dies zur Zeit die Teletubbies tun. Hardcore-Fans haben die putzigen Gesellen wegen ihres als liebenswert empfundenen Auftretens fest ins Herz geschlossen. Von erklärten Gegnern ist hingegen meistens zu hören, die britische Kleinkindserie bezwecke vor allem, die Artikulationsfähigkeit der Zielgruppe sich nicht über "Winke Winke" und "Ah - Oh" hinaus entwickeln zu lassen. Wenn überhaupt eine Verständigung der Lager möglich ist, dann allenfalls dahingehend, dass sämtliche Folgen der ideale Ersatz für herkömmliche weiche Drogen sind. Wie dem aber auch immer sei: Tinky Winky, Laa-Laa und Co. haben natürlich auch im WWW bereits zahlreiche Spuren hinterlassen. Aus diesem Angebot soll hier nur wahllos Michael's Teletubbies Page herausgegriffen werden. Und zwar selbstverständlich nur zum Zwecke der Information derer, die den Teletubbies bislang mit offensiver Ignoranz begegnet sind.

Nachtrag vom 19.11.99:
Nachdem es o.g. Seite nun offenbar nicht mehr gibt, gebietet es natürlich unsere Aufklärungspflicht, auf ein weiteres Angebot aus dieser Brache hinzuweisen. Zum Beispiel auf die Erste deutsche Teletubbies Seite von Ines Pix, deren Links auf Erotik-Anbieter hoffentlich nicht typisch für die Teletubbies-Webszene sind.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Was Mario Basler unter allen Profi-Fussballer so einzigartig macht, ist ja die Widersprüchlichkeit seiner öffentlichen Auftritte. Im Spiel über weite Strecken ausgedehnte Spaziergänge, dann urplötzlich ein unwiderstehlicher Sturmlauf entlang der Seitenauslinie und eine geniale Flanke in den Rücken der Abwehr. Ausserhalb des Platzes dann eine unberechenbare Abfolge verbaler Steilpässe in den ganz leeren Raum und kaum für möglich gehaltener Anzeichen von Reue und Einsichtsfähigkeit. Nur konsequent ist es deshalb, wie sich der derzeitige Spieler des FC Bayern auf der Offiziellen Mario Basler Homepage präsentiert. Nämlich mit einer aberwitzigen Mixtur aus Plattheiten, blödsinnigen Mario-Statistiken, Symptomen von Selbstironie und, wie zum Beispiel die Soundeffekte der Navigation zeigen, völlig durchgeknallten Gestaltungselementen. Und das Schlimmste dabei: Wir können Super-Mario deswegen noch nicht einmal richtig böse sein.

 
Wie sich Dramen menschlicher Verzweiflung entwickeln können, ist ja oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Zum Beispiel auch im Zusammenhang mit Heikes Flohmarkt. Auf die Menschheit losgelassen worden ist dieses Angebot zunächst offenbar im Glauben, mit Kleinanzeigen ("Kontaktanzeigen bis hin zum Arbeitsspeicher für Ihren PC "), gebrauchten Videofilmen und anderem Plunder Geld verdienen zu können. Dann war dort irgendwann der Hilfeschrei zu entdecken, doch bitteschön auch die "Sponseren" zu besuchen, "um die Seite aufrecht zu erhalten". Und mittlerweile sollen anscheinend nackte Stars, "animierende Gifs" und Hintergrundbilder dafür sorgen, den Besucherzähler der magischen 300er-Marke entgegen zu treiben. Dass zumindest dies bald gelingt, ist schon allein wegen des vermuteten Interesses der geschätzten Müllseite-Besucher glücklicherweise nicht ernsthaft zu bezweifeln.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 31.08.99. Last Update: 19.11.99