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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

"Wir sorgen in kürtze dafür das eure Homepage bekannt wird", tönt es beim Duck Service. Ein Versprechen, dem wir allerdings momentan schon allein deshalb nicht ganz glauben können, weil dort an anderer Stelle freimütig eingestanden wird, dass es mit der eigenen Bekanntheit derzeit noch nicht sonderlich weit her ist. Aber das kommt sicher noch. Und zwar spätestens dann, wenn diese Seite "einen Ubdate unterzogen" worden ist, in dessen Mittelpunkt ein Re-Design der Rechtschreibung und das ersatzlose Entfernen belangloser Angebote gestanden hat.

 
Endlich zuverlässig gegen Erdbeben geschützt zu sein, Blitze einfangen zu können, eine private Raumstation oder wenigstens einen eigenen Kommunikationssatelliten zu betreiben: Für die meisten Leute sind das bislang unerfüllbare Wünsche gewesen. Doch zum Glück jetzt nicht mehr. Jedenfalls dann, wenn man den Angeboten der Mehnert-Technologie-Saar glaubt.

 
Neben einer Schlauchpflegestelle und anderen feuerwehrüblichen Räumlichkeiten steht der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen / Vils auch ein "geschmackvoll eingerichteter" Schulungssaal zur Verfügung, der mit allem Equipment ausgestattet ist, das "heute für eine moderne und vielseitige Unterrichtsgestalltung erforderlich" ist. Erfreulich ist das schon allein deshalb, weil damit gute Voraussetzungen gegeben sind, sich gelegentlich in diesem Raum auch damit zu beschäftigen, wie dem eigenen Webauftritt zumindest unter Rechtschreibungs- und Grafikverarbeitungsaspekten auf die Sprünge geholfen werden sollte. Und zwar möglichst bevor jede Rettung zu spät kommt.

 
Was die Mittelschule Kitzscher derzeit der interessierten Weltöffentlichkeit mitzuteilen hat, ist gar nicht mal so uninteressant. Zum Beispiel, dass die redaktionelle Leitung der Schülerzeitung in den Händen von Frau Winter liegt und diese Lehrkraft auf einem ausgestellten Bild rechts aussen zu sehen ist. Aber auch, wenn vielleicht auch nicht ganz beabsichtigt, dass das Schulgebäude irgendwie an ein Mahnmal für die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erinnert, und dass sowohl in inhaltlicher als auch in gestalterischer Hinsicht noch viel Arbeit auf diese Webpräsenz verwendet werden muss.

 
Dass es neben vielen Imbissbuden auch zahlreiche Fachbetriebe des Fleischerhandwerks ins World Wide Web drängt, hat sicher gute Gründe. Vorstellbar wäre zum Beispiel die Hoffnung, damit im Jahr zwei bis drei Schnitzel mehr zu verkaufen. Oder auch, wie es vielleicht bei der Metzgerei Zehner der Fall sein könnte, einfach der Wunsch, auf dem Gebiet der Frame-Programmierung durch Benutzer-Feedback noch mehr Praxiserfahrungen zu sammeln.

 
Weshalb sich der Surfpoint Leipzig seit geraumer Zeit mit einer bestenfalls halbgaren Seite präsentiert, die in erster Linie aus Templates in Rohfassung, fehlerhafter Programmierung und einem völlig blödsinnigen Hintergrund-Design besteht, lässt sich aus der Distanz natürlich schlecht beurteilen. Wir sind deshalb vor allem auf die Hoffnung angewiesen, dass während des Entstehungsprozesses dieses Webauftritts wenigstens keine Drogen im Spiel waren.

 
Den Fans der Techno-Musik wird ja oft und gern nachgesagt, sich nicht für Politik zu interessieren. Eine absolut ungerechtfertigte Sichtweise schon allein deshalb, weil die programmatischen Aussagen der Partei der neuen Generation - PNG überzeugend beweisen, dass es durchaus zum Techno-Lebensgefühl gehören kann, sich für den Weltfrieden, eine saubere Umwelt und solche Sachen zu engagieren. Und das lässt doch dann selbst bei den hartgesottensten Alt-Achtundsechzigern wieder einen Funken Hoffnung in die nachwachsenden Generationen aufkommen. Zumindest dann, wenn es der PNG irgendwann gelingen sollte, sich ein bisschen präziser dazu zu äussern, wie ihre Vorstellungen umgesetzt werden sollen und welches Personal dies bewerkstelligen soll.

 
Mit MS Frontpage und diversen anderen Homepage-Tools ist es heutzutage ein Kinderspiel, eine Internetseite zu erstellen. Und zwar ohne sich mit HTML und elementaren Webdesign-Anfordungen belasten zu müssen. Wie die Ergebnisse dann meistens aussehen, belegt zum Beispiel die Mag. Christian Gottinger Immobilien OEG.

 
Wenn sich jemand in schonungsloser Offenheit dazu bekennt, seinen "Sendungsauftrag sehr ernst" zu nehmen, löst dies ja bei vielen Menschen in der Regel blitzartig alle möglichen Fluchtreflexe aus. Vermutlich nicht anders beim ersten Besuch auf Isti Lauringer's Heimatseite. Wobei es uns allerdings auch nicht wundern würde, wenn die Browser-Navigation umgehend aus einem anderen Grund betätigt würde. Zum Beispiel deshalb, weil es nicht so recht einleuchten will, weshalb die Entscheidung, ausschliesslich Links auf stockkatholische Seiten zu liefern, zu der Hoffnung verleitet, "zu Ihrem Amüsement" beigetragen zu haben.

 
Als angehender Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist man natürlich dem eigenen Ruf als EDV-Profi allerhand schuldig. Deshalb ist sogar in gewisser Weise der Zustand nachvollziehbar, in dem sich TB's Star Trek Page for fun präsentiert. Nämlich mit allen nur denkbaren Java- und Javascript-Effekten, High-End-Navigationselementen, einem sich automatisch nach fünf Minuten öffnendem Gästebuch und einer zum Zwecke der Verhinderung räuberischer Downloads deaktivierten rechten Maustaste. Im Zusammenhang mit der souveränen Beherrschung von Webtechniken hat diese Vorführung auf jeden Fall uneingeschränkten Respekt verdient. Und es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Sinn und Verstand zur Technik hinzugesellen.

Nachtrag vom 15.10.99:
Aufmerksame Besucher haben erfreulicherweise auf o.g. Seite weitere Beweise EDV-fachlicher Kompetenz gefunden: Und zwar die Metatag-Keywords auf der Startseite.

Nachtrag vom 16.11.99:
Ob die Tatsache, dass die angesprochenen Metatag-Keywords mittlerweile verschwunden sind, damit zusammenhängen könnte, dass selbige aufmerksamen Besuchern nicht entgangen sind, könnte hier nur spekuliert werden.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Bekanntlich sagen die meisten Awards, die im Internet verteilt werden, so gut wie nichts über die Qualität einer Seite aus, über der solche Auszeichnungen abgeworfen werden. Zu den wenigen Ausnahmen zählt auf jeden Fall der Award, den Tobias private Homepage vergibt. Zum einen natürlich wegen des überaus ansprechenden Designs. In erster Linie aber deshalb, weil nicht zu übersehen ist, dass Tobias das verantwortungsvolle Geschäft der Awardvergabe mit äusserster Gründlichkeit und Kompetenz betreibt. Was aber eigentlich auch kein Wunder ist. Tobias ist nämlich als gelernter Schriftsetzer nicht nur an sorgfältiges Arbeiten gewöhnt, sondern hat darüber hinaus auch einen Ruf als stolzer Webdesigner, der er neuerdings ist, zu verteidigen. Insgesamt also ein in jeder Beziehung überzeugender Auftritt, und wir können sicher sein, dass in Zukunft von Tobias allein schon wegen seines Beitrags zur Ehrenrettung des Awardvergabewesens noch viel zu hören und zu lesen sein wird. Jedenfalls dann, wenn er dem Internet treu bleibt und es nicht dazu kommt, dass er schwerpunktmässig als Model, Sportreporter oder Sozialarbeiter tätig wird.

Nachtrag vom 16.11.99:
Tobias Meyer hat sich mittlerweile offenbar doch dagegen entschieden, über seine persönlichen Befindlichkeiten zu berichten und einen Qualitätsaward zu verleihen. Gespannt sein darf man nun aber darauf, wie "die erste inoffizielle Onlinezeitschrift Bremens, wo hauptsächlich über Bremen informiert wird" aussehen wird.

Nachtrag vom 27.02.00:
Die angedrohte Onlinezeitschrift ist nun unter der o.g. URL sowie unter julanca.de zu finden, wartet derzeit vor allem mit hochinteressanten Ausführungen zur Copyright-Situation und zur Weltsicht des Tobias Meyer auf, und wir begrüssen es ausserordentlich, dass sich ihr Herausgeber offenbar weitgehend treu geblieben ist.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 06.10.99. Last Update: 27.02.00