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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Wenn jemand als "unfreiwilliger Single" daran interessiert ist, neue Bekanntschaften zu schliessen, kann eine private Webpräsenz durchaus ein gutes Mittel zum Zweck sein. Zumindest dann, wenn potentielle Interessenten und -innen nicht mit Ladezeiten traktiert werden, die jenseits von Gut und Böse sind. Was Klaus W. aus Hamburg aber anscheinend bisher noch nicht so recht beachtet hat. Und deshalb wird er sich schätzungsweise sogar noch nicht einmal darüber wundern müssen, wenn der Hinweis auf seinen Job als "Vertriebsbeauftragter bei einem großen Internet Full Service Provider" weitere Fragen aufwerfen würde.

 
Vater Oliver ist Elektriker, Mutter Sabine reicht es, Hausfrau zu sein, Tochter Larissa geht überraschenderweise nicht gern ins Bett, und Baby Marcel macht gern "Rassel, rassel, bläää". Zusammen ist das die Familie Ott aus Großzimmern in Hessen, von der wir inständig hoffen, dass sie sich im wirklichen Leben anders präsentiert als im Internet.

 
Bestens amüsieren können sich bekanntlich viele Menschen über die TV-Wahlspots einiger Kleinstparteien. Dazu haben wir bislang auch die Auftritte der Naturgesetz-Partei gezählt. Zum einen wegen der abgefahrenen Idee des sogenannten yogischen Fliegens. Dann aber auch, weil realistischerweise zum Glück nicht erwartet werden kann, dass metaphysisch verklärtes Herumgehopse irgendwann ein fester Bestandteil der abendländischen Kultur sein wird. Mittlerweile müssen wir allerdings erhebliche Zweifel am Unterhaltungswert der Yogiflieger-Partei anmelden. Offizielle Parteimeinung ist nämlich, im Nahen Osten seien in einem nicht näher bestimmten Zeitraum sowohl die Kriegsintensität als auch die Zahl der Kriegstoten aufgrund des Einsatzes yogischer Flieger zurückgegangen. Und da hört der Spass dann doch irgendwie auf, oder ?

 
Da die cewe Marketing- und Werbeagentur seit mehr als zwei Jahren im Internet präsent ist, hat es vermutlich in diesem Zeitraum zahlreiche Chancen gegeben, das Design ihres Webauftritts zu optimieren. Zumal dann, wenn "Konzepte für Marketing und Vertrieb" zu den Dienstleitungsangeboten gehören. Wir können deshalb überhaupt nicht verstehen, warum diese Gelegenheiten bislang ungenutzt verstrichen sind.

 
"Ich bin ein 18 jähriger Boy aus Hamburg, der sich einfach gedacht hat, er tut einigen Girl´s and Boy´s einen gefallen, wenn er eine Homepage erstellt, über die man leicht an gute Links kommen kann", heisst es bei SugarBoy. Und dann folgen natürlich einfach die versprochenen Links. Und damit ist dieser überaus einfallsreiche Webservice dann einfach auch schon vollständig beschrieben.

 
"Für den Preis einer großen Pizza, einiger pornomags oder zwei hübscher annehmbarer Zigarren" ist es bereits möglich, die Dienste in Anspruch zu nehmen, die xxxfemales.com anbietet. Gar nicht mal teuer. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Übersetzungsleistungen auf dieser Seite nicht nur hohen Unterhaltungswert besitzen, sondern völlig kostenlos zu bekommen sind, dürfte die Wahl zwischen beiden Angeboten nicht allzu schwer fallen.

 
In gewisser Weise können wir einer These, die von Firma Mugsoft vertreten wird, sogar zustimmen. Java-Applets und "animatet Gifs" können einen Webauftritt durchaus zu einem "fesselnden Blickfang" machen. Und zwar, falls damit gemeint ist, dass der Besuch auf einer nach dem Vorbild von Firma Mugsoft ausstaffierten Seite einen Zustand völliger Bewegungsunfähigkeit auslöst.

 
Unglaublich, was es im Internet alles gibt. Neuerdings sogar Kücheneinrichtungen für Leute mit extremen Sehschwächen. Das glauben Sie nicht ? Doch, doch: Firma Vogt & Olbert liefert dafür den überzeugenden Beweis.

 
Zu den Webauftritten, die mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben sind, gehört nach unserer festen Überzeugung die Homepage von Martin Knust. Deshalb wollen wir uns auch gar nicht auf einen solchen aussichtslosen Versuch einlassen, bekennen uns zu offensiver Sprachlosigkeit und überlassen es den Besuchern, sich völlig unbeeinflusst ein eigenes Bild zu machen.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

"Wenn man auf der Ganzen Welt Computer einsetzen würde wo es etwas zu verwalten oder zu Archivieren gibt und Computer mit guten Programmen oder so rag künstliche Intelligenz ausstatten, dann würde es kein Hunger kein streit um besitz oder Geld mehr geben." Mit diesen Worten beginnen auf der TERMINATOR III FanPage irgendwelche Ausführungen eines gewissen TXB100. Weil er im Anschluss daran seinem Stil treu bleibt, waren wir schliesslich froh, detailliert etwas über seine Rechnerausstattung, "Proweider", Spiele und vorzugsweise gelesenen Computerzeitschriften erfahren zu haben. Das haben wir dann nämlich wenigstens halbwegs verstanden.

Nachtrag vom 02.12.99:
Kein TBX100, kein Terminator und kein wirres Gefasel mehr zu entdecken unter dieser Adresse. Manchmal geschehen in der Tat noch Wunder.

 
Wenn ein bestimmter Browser ums Verrecken nicht das machen will, was man von ihm erwartet, ist das natürlich schon ärgerlich. Ein Lied davon kann die Redaktion von aboutIT singen. Und strafverschärfend kommt dort noch hinzu, dass man doch tatsächlich Internetanbieter hat entdecken müssen, die "Seiten in Abhängigkeit des verwendeten Browsers generieren". Was logischerweise schon allein wegen des Aufwands für das eigene Webprodukt nicht in Frage kommt. Da setzt man dort doch lieber auf Bewährtes: Zum Beispiel auf rote Balken, deren Navigationsfunktion ja hinlänglich bekannt ist, auf eine klar strukturierte Gliederung der gesamten Webpräsenz und auf Nutzungsbedingungen, die bei Beachtung bestimmter Auflagen immerhin das Betrachten der Seiten erlauben.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 03.11.99. Last Update: 02.12.99