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Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

"Spätes letztes Jahr (1996) ich fing an, die Welt der Computergraphik-, Nachrichtenformung und der Strahlverfolgung zu erforschen" berichtet Tim Bowling in der deutschsprachigen Abteilung seiner Computer Art Gallery. Doch damit nicht genug. Vermutlich hat er unmittelbar im Anschluss daran seine Forschungen auf das Gebiet der automatischen Übersetzungshilfen ausgedehnt. Und zwar so erfolgreich, dass er seine Webseite nun in diversen Sprachen präsentieren kann und damit den eindrucksvollen Beweis liefert, dass sich ihm auch bereits das weite Feld unfreiwilliger Komik erschlossen hat.

 
Wenn man überlegt, was zum Beispiel ein Flugzeugträger kostet, sind "80 Schweizer Franken in Noten" eigentlich nicht viel Geld. Zumal dann, wenn man für diesen läppischen Betrag die Möglichkeit geboten bekommt, das eigene Konterfei im Internet der ganzen Menschheit zu präsentieren. Umso unverständlicher ist deshalb, warum Firma A.R.T. AG aus CH-8103 Unterengstringen für ihr erstaunlich preiswertes Angebot bislang offenbar erst einen einzigen Kunden gefunden hat.

 
Nach neueren Erkenntnissen der Homepageforschung besitzen Grossraumbüros und öffentliche Badeanstalten überraschenderweise eine Gemeinsamkeit: Man kann sich nämlich an beiden Orten fotografieren lassen und die Bilder dann ins Netz donnern. So wie Oliver es getan hat. Und da bedarf es dann wirklich nicht mehr der ausdrücklichen Aufforderung, "diese Adresse in Ehren" zu halten - und zwar unabhängig davon, ob sich, wie Oliver verkündet, auf seiner Seite "noch einiges tun wird" oder eben lieber doch nicht.

 
Am Beispiel des Todes von Prinzessin Diana war 1997 ja zu verfolgen gewesen, wie rasch aus Trauer Massenhysterie werden kann. Wobei wir diesem Phänomen noch zugute halten wollen, dass es dabei wenigstens um einen real existierenden Menschen gegangen ist. Was nun bei Personen, die in Fernsehserien von Schauspielern verkörpert werden, üblicherweise eindeutig nicht der Fall ist. Und deshalb kommt uns die Anteilnahme über den Serientod einer StarTrek-Figur, mit der wir uns auf Auf wiedersehen Jadzia und dort insbesondere im angeschlossenen Gästebuch konfrontiert sehen, doch ein wenig wie von einem anderen Stern vor.

Nachtrag vom 17.04.99:
Nach dem Objekt der Trauer ist nun auch diese StarTrek-Fanseite verblichen.

 
"Wir wollten unbedingt inīs Internet, nun sind wir drin" gestehen Sandra und Martin in schonungsloser Offenheit. Woran man wieder einmal sehen kann, dass Ehrgeiz auch in die Hose gehen kann. Zumindest dann, wenn er sich mehr auf die rasche Realisierung einer eigener Webpräsenz und weniger auf die verbesserungsfähige Programmierung derselben konzentriert.

 
Wie ernst Firma Prototechnik ihren eigenen Internetauftritt nimmt, lässt sich aus der Distanz und ohne nähere Informationen natürlich schlecht einschätzen. Und so recht hat sich uns auch noch nicht erschlossen, weshalb die Unterseiten auf einem Server liegen, der offenkundig keine Internetanbindung besitzt.

 
Nichts hat in diesem Jahr mehr dauerhaften Unterhaltungswert gehabt als die Schilderungen der skandalösen Vorgänge, an denen ein US-Präsident, eine Praktikantin, Körperflüssigkeiten und eine Zigarre beteiligt gewesen sein sollen. Ausgesprochen schade finden wir in diesem Zusammenhang allerdings, dass die deutschsprachige Öffentlichkeit bislang offenbar wenig Notiz davon genommen hat, dass es den Starr-Report auch auf Deutsch gibt. Und zwar in erster Linie deshalb, weil diese Altavista-Übersetzung ebenfalls alle Voraussetzungen für frohe Stunden bietet.

Nachtrag vom 17.04.99:
Durch den Schritt, diese Übersetzung des Starr-Reports nicht mehr zu präsentieren, hat Firma Altavista leider besondere Humorlosigkeit bewiesen, In Auszügen kann selbige jedoch glücklicherweise zum Beispiel noch unter http://www.redmailorder.com/mag2.htm bestaunt werden. Besonders hartgesottenen Naturen empfehlen wir nach wie vor ausserdem die automatischen Übersetzungsdienste des Altavista-Angebots Babelfish, mit denen sich u.a. auch Die Müllseite lässt übersetzen beschäftigt.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Keine Frage, dass man bei Marktplatz Bodensee die Zeichen der Zeit richtig erkannt hat. Wer mit dem Internet Geld verdienen will, muss mit einem mehrsprachigen Angebot für Kunden aus aller Welt interessant sein, sollte sich aus Webdesignsicht auf Zeitgeisthöhe befinden, und ist natürlich auch gut beraten, durch Hinweise wie "Durch 'anklicken' der roten Wörter erhalten Sie weitere Informationen!" Benutzer- und Kundenfreundlichkeit zu demonstrieren. Und weil diese Voraussetzungen bereits gegeben sind, ist es sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sich zahlreiche weitere international operierende Unternehmen aus der Bodenseeregion entscheiden werden, ihre Geschäfte durch die "Pfister International Group" um Rolf Pfister ankurbeln zu lassen.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 04.12.98. Last Update: 17.04.99