Home    
16/02

 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Im Hinblick auf die eigenen Waren und Dienstleistungen höchste Zuverlässigkeit, Qualitätsüberwachung und optimale Leistungen zu behaupten, ist erfahrungsgemäß so leicht dahingesagt, daß nur wenige Leute sich davon beeindrucken lassen. Hinzu kommt aber noch, daß gerade im Zusammenhang mit Webdesign-Angeboten relativ leicht überprüft werden kann, was von solchen Versprechungen zu halten ist. Weshalb wir IT und Business jetzt einfach mal mit aller Zurückhaltung raten würden, entweder den Mund nicht ganz so voll zu nehmen oder zumindest darüber nachzudenken, ob es möglicherweise zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine Diskrepanz geben könnte.

 
Es ist natürlich sehr erfreulich, daß es auch Seiten gibt, die man "völlig kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Passwort oder sonst irgendeinen Account" benutzen kann. Zumal dann, wenn atemberaubende Informationen wie die Ergebnisse irgendeines Bundesliga-Spieltags geliefert werden, sich mörderwichtige Programme downloaden lassen, und auch mit Informationen zu den Betreibern nicht gegeizt wird. Wenn es mehr Seiten wie Welcom in the Reactor gäbe, wäre der Akzeptanz des Internet wirklich geholfen. Man sollte sich deshalb in der Tat daran ein Beispiel nehmen.

 
Wenn ein Webservice-Unternehmen für sich in Anspruch nimmt, "Webdesign der Zukunft" zu bieten, macht das natürlich neugierig. Erfreulicherweise erschließt sich auch sofort, was darunter zu verstehen ist. Nämlich ein schlampig zusammengeknüppeltes und mit Billigeffekten aufgeblasenes Produkt, das Home betitelt und offenbar als Visitenkarte gedacht ist. Rätselhaft bleibt auch, was daran innovativ sein soll. Jedenfalls dann, wenn die Zukunft des Webdesign nicht darin besteht, zu seinen Anfängen zurückzukehren.

 
Wenn für mitreißende brasilianische Rhythmen geworben werden soll, muss es logischerweise sinnenfroher zugehen als beispielsweise auf der Seite eines Bestattungsunternehmens. Im Zusammenhang mit PINHA - COLÔN AUS KÖLN fragen wir uns aber schon, ob man es mit der Ansprache der Sinne, mit der südamerikanischen Leichtigkeit des Lebens und mit dem Einsatz von Powerpoint-Präsentationen im Internet nicht doch übertreiben kann.

 
Angesichts der Tatsache, daß Herbert Frankenhauser zum Sprecher sämtlicher vier Münchener CSU-Bundestagsabgeordneten gewählt worden ist, darf mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, daß von diesem Volksvertreter noch viel zu hören sein wird. Untermauert wird diese Prognose aber auch davon, daß er es bereits verstanden hat, sich mit "süßen Welpen" aus dem örtlichen Tierheim fotografieren zu lassen, und daß er es auf der Karriereleiter bereits zum Präsidenten des Deutschen Instituts für Reines Bier e.V. gebracht hat. Also bereits eine ganze Reihe von Etappenerfolgen, die ihm keiner mehr nehmen kann. Und natürlich auch nicht Günter Deppisch, der für den Webauftritt des Herrn Abgeordeten verantwortlich zeichnet.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Es ist sicher kein Zufall, daß dem deutschen Schäferhund hauptsächlich Charaktereigenschaften nachgesagt werden, die als urdeutsch gelten. Auf jeden Fall steht aber fest, daß dazu mit Sicherheit nicht das Attribut "elegant" gehört. Und deshalb ist es irgendwie nur logisch, daß auch im Zusammenhang mit dem Zwinger von der frohen Botschaft alles getan worden ist, den entsprechenden Verdacht gar nicht erst aufkommen zu lassen. Was Quino, Endeva von der Freiheit und andere vierbeinige Ergebnisse aus dieser Zucht davon halten, etwas unvorteilhaft im Bild vorgestellt zu werden, wäre auch daher eine absolut überflüssige Frage. Aber selbst dann, wenn sie intellektuell in der Lage wären, sie zu verstehen: Eine Antwort wäre vermutlich auch deshalb nicht zu erwarten, weil der Terminus "artgerechte Präsentation" im deutschen Schäferhundewesen noch nicht sehr geläufig ist.

 
 
Nach oben      Home

© Jürgen Graf. Angelegt am 29.10.02