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18/02

 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Wie auf HEINO stolz verkündet wird, bezeichnen sich 52 Prozent "aller musikliebenden Deutschen" als Heino-Fans. Nun weiß man ja, was üblicherweise von Statistiken zu halten ist. Und außerdem sagt dieses angebliche Ergebnis der Meinungsforschung leider überhaupt nichts darüber aus, welche Schutzmaßnahmen beim Besuch der hochoffiziellen Heino-Seite zu empfehlen sind. Vielleicht ist es ja sogar damit getan, eine Lichtschutzbrille aufzusetzen, die bekanntlich das Markenzeichen dieses Künstlers ist.

 
Weshalb es auf Seiten, die mit Frontpage gebastelt worden sind, mit hoher Wahrscheinlichkeit an prominenter Stelle einen Linkhaftungs-Hinweis gibt, müsste wirklich mal eingehender untersucht werden. Allzu bald aber vielleicht noch nicht. Wie die Homepage von Uwe Centiny beweist, erschließt sich die Bedeutung solcher Seiten ja häufig auch nur Insidern. Ganz abgesehen davon, daß die Dramatik des Linkhaftungshinweises meistens im umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Bedeutung des sonstigen Contents steht.

 
Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erahnt man bereits im Vorfeld, was auf Seiten sich als besonders kreativ bezeichnender Werbeagenturen zu erwarten ist: Flotte Sprüche zur Bedeutung von Kommunikationsprozessen, irgendwelche zeitgeistigen Schlagwörter und so weiter und so fort. Auf die Dauer ermüdet das zwar ein wenig. Trotzdem gibt es hin und wieder ein Aha-Erlebnis. Zum Beispiel bei der Koezle Kommunikation Werbeagentur, weil sich dort trotz aller Zeitgeisthöhe offenbar noch nicht die Einsicht eingestellt hat, daß man potentielle Kunden auch mit einet halbwegs plausiblen Navigationslogik überzeugen kann.

 
Was soll man eigentlich davon halten, wenn fast ein Jahr nach der Einführung des Euro immer noch konsequent die Vorgängerwährung angegeben wird ? Mag da jemand den Euro einfach nicht ? Oder hat sich die Währungsumstellung noch nicht überall herumgesprochen ? Oder ist betreiberseitig möglicherweise vergessen worden, daß es Marketing und Webspace im deutschen Internet gibt ? Alles Möglichkeiten, die man nicht von der Hand weisen sollte. Nach Begutachtung des sensationellen Marketing-Programms, das dort zu finden ist, würden wir allerdings die zuletzt genannte Variante favorisieren.

 
Gerade für Tierfreunde scheint das Internet ja geradezu erfunden worden zu sein. Zum Beispiel auch für Familie Wagner aus Freising, die den mehrfach preisgekrönten Norfolk-Terrier Emily und diverse andere Haustiere ihr eigen nennt. Natürlich bietet es sich an, darüber dann auch im Internet zu berichten. Herausragend ist dieser Auftritt aber vor allem aus einem anderen Grund. Nämlich, weil es die Wagners bislang gnädigerweise noch vermeiden, intensiver über die Zweibeiner in ihrem Haushalt zu berichten.

 
Innovative Geschäftsmodelle für das Internet zu entwickeln, ist bekanntlich wahnsinnig schwierig. Daß es aber trotzdem funktioniert, beweist Besonders sparsame Haushaltsgeräte sehr eindrucksvoll. Schlappe 49 Euro pro Jahr verlangt das Detmolder Niedrig-Energie-Institut für die Erlaubnis, einen Link auf seine Seite zu setzen. Ein Betrag, der natürlich lächerlich gering ist. Weshalb zum einen überhaupt kein Zweifel daran bestehen kann, daß diesem äußerst günstigen Angebot bereits millionenfach gefolgt worden ist. Was uns andererseits aber auch hoffnungsfroh stimmt, im Zuge groß angelegter Abrechnungsaktionen eventuell übersehen zu werden.

Nachtrag vom 10.12.02:
Einem Link die Wirkung zu nehmen, ist natürlich ein Mittel, dessen man sich im Ausnahmefall schon mal bedienen darf. Gespannt sind wir aber trotzdem, ob nun auch gegen Google vorgegangen wird.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Daß Firma Happy Motors bereits "seit über 10 Jahren erfolgreich werkstattgeprüfte Gebrauchtwagen" verkauft, ist mit Sicherheit eine feine Sache. Noch viel toller wäre es natürlich, wenn es dort irgendwann gelingen würde, eine unfallfreie Webpräsenz auf die Beine zu stellen. Auf dem Weg dorthin sollten vielleicht aber erst einmal Etappenerfolge anvisiert werden. Wie wäre es denn zum Beispiel damit, zunächst wenigstens für eine gewisse Harmonie der optischen Gesamtanmutung zu sorgen ? Und zwar selbst auf die Gefahr hin, daß darunter womöglich verstanden wird, das branchentypische Krawalldesign der Startseite auf die restlichen Bestandteile auszudehnen.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 08.12.02. Last Update: 10.12.02